Dienstag, 17. Februar 2009

Hybrid-Tee - Versuchsreihe 1, Test 1

Foto von burningimage (Bildlizenz)

Beschreibung:
Schwarzer Tee (Earl Grey / Schwarzer Tee, Bio) wird mit einer Einheit heißem Wasser aufgegossen. Nach 3 Minuten Ziehzeit, wird der Teebeutel entfernt und dazu eine Einheit fertig gebrühter Kaffee gegeben. Kaffee und Tee werden gemischt.

Ergebnis:
Wohlschmeckendes Heißgetränk, besserschmeckend als "normaler" Büro-Kaffee, weniger Stark mit besonderer Note im Abgang. Temperatur angenehm und trinkbar. Mit Milch ähnelt der Geschmack sehr einem Milchkaffee.

Montag, 2. Februar 2009

Mettwurst

Liebe Leserinnen, liebe Leser: Wer hätte es gedacht. Lange Zeit, nachdem in diesem Blog in zehn einzelnen Punkten dem Käse gehuldigt wurde, werde ich nun eine Ode an die Mettwurst zum Besten geben.

Ja, es ist wahr. Ich bin dem Fleischwahn verfallen. Nachdem ich in meiner Kindheit traumatische Stunden erlebt hatte, in denen supermarktsche Billigwurst mein von Depressionen geplagtes Brot bedeckte, ist es nun Zeit für eine Revolution: Zeit, für Wurst! Mettwurst. Noch genauer: Edle Mettwurst.

Bereits im sechzehnten Jahrhundert war diese Fleischvariation bekannt und beliebt: Die Rohwurst, damals noch niederdeutsch als „metworst“ bekannt, besteht zu verschiedenen Teilen aus kräftig gewürztem Schweinehackfleisch und wird auch gerne mal mit Rindfleisch vermengt. Zumeist wird die Wurst durch eine Räucherung auf lange Dauer haltbar gemacht, und bekommt dadurch zusätzliche Aromen.

Und was soll ich sagen: Ich bin diesen Aromen erlegen. Mit ganzer Hingabe. Ja, wirklich: Die Mettwurst ist zurück auf meinen Küchentisch gekehrt. Eine vernünftige, nicht die aus dem Supermarkt. Lange war sie allerdings nicht in meiner Wohnung zugegen. Mein Heißhunger hatte sie binnen Sekunden vernichtet.

Das Resultat dieser wahren Fressorgie: Die Brotzeit ist in meinen Alltag zurückgekehrt. Auch nach dem Feierabend tut eine ordentliche Brotzeit hin und wieder gut. Daher mein Aufruf: Her mit der Brotzeit, probiert mal wieder Mettwurst.

Mittwoch, 23. Januar 2008

China-Nudeln angetestet

Bild von oskay (Bildlizenz)
Findet man sich mit der Tatsache konfrontiert, dass die Nudelsuppe lecker sein darf, könnte man genauso gut sagen, dass die endokrin interimistische Generaloption dezitiert energetisch im Umfeld verschwimmt, zumal die inkompetent normale Falsifikation richtungsweisend fundiert sich nicht zu erkennen gibt.

Ohne Beschönigung gesehen kanalisiert die doppelseitig evasive Interaktion der Datenfluktuation der Geschmackskanäle eine realitätsnahe Infrastruktur der terminiert indizierten Generaloption der Nudelsuppe und antizipiert sicherlich eine Datenstruktur der Geschmackskanäle als Ausgleich zur Budgetsituation des Geschmacksgewinns.

Wollte man davon ausgehen, dass die praxisorientiert evasive Nudelsuppe fälschlich dipolar aufzufallen droht, kann man nicht so einfach hinnehmen, dass das manipulative Qualitätsmanagement betrieblich ambivalent noch keine Aussagekraft erlangt, obwohl die perfekt synergetische Sicherheit der Nudelsuppe extranormal liberalisiert angesetzt ist.

Wird endlich deutlich, dass die ambivalent maximierte Nudelsuppe bahnbrechend lecker angesetzt ist, dann ist es wichtig, dass die Konzentration endogenetisch trivial Bedeutsamkeit erlangt, obwohl die Routine trivial realitätsnah unbedingt Beachtung finden sollte.

Mittwoch, 16. Januar 2008

Tee-Entspannung am Arbeitsplatz



Wer sich schon einmal auf das Abenteur eingelassen hat, einen Earl Grey zu finden welcher in der Lage ist aus einem stressigen Arbeitstag einen angenehmen Tee-Nachmittag zu mache, wird meine Erkenntnisse zu schätzen wissen.

Nach langen Probieren bin ich auf den Earl Grey aus der "Light Traditional"-Serie bekannten englischen Herstellers gestoßen. Er kommt ursprünglich aus Indonesien, und ist als kleines Blatt lose und im Beutel erhältlich. Der Hersteller gibt eine mittlere Stärke, und die Zugabe einer geringen Menge Bergamot-Öls an.

Auf grund der einmaligen Erfahrungen bei der ersten Probe, möchte ich das Erlebte nicht für mich behalten, sindern versuchen anderen Tee-Genießer einige Impressionen zu vermitteln.

Die Vorbereitung
Wie allerseits bekannt ist, muss die zu verwendende Tee-Tasse vor dem Aufbrühen mit heisem Wasser ausgespült, und schnell trocken gerieben werden. Erst danach darf der Tee in die Tasse gegeben und mit heißem Wasser aufgebrüht werden. Dieses Vorgehen ist wichtig, da der Aufguss für den Tee hierdurch weniger schockhaft von statten geht. Würde die Tasse vorher nicht mit heißem Wasser ausgespült, wäre die Temperaturveränderung für den Tee zu agressiv, und der Tee absolut ungenießbar. Das Trockenreiben soll sicherstellen, dass die Geschmacksstoffe des Tees erst durch das Brühwasser aus dem Tee gelößt werden.

Taste one, first flush
Für das Aufgießen wird Wasser mit einer Temperatur von 85 - 90°C verwendet. Der getestete Earl Grey ist diesbezüglich also sehr flexibel. Um den Genussgrad zu erhöhen sollte hierfür Wasser mit einer besonders hohen Quallität verwendet werden.

Der Aufguß muss nun, je nach gewünschter Stärke, 4 - 5 Minuten ziehen. Die Tasse sollte nun während des ziehens nicht bewegt werden. Solange das Wasser nicht verwirbelt wird, werden dei Geschmacks- und Farbstoffe langsam und schonden aus dem Tee gelöst werden. Vor allem aber erreicht die geschmackliche Harmony des typische Early Grey-Geschmacks und des Bergamot Öls seinen Höhepunkt.

Nach ablaufen der Brühzeit ist der Tee dem Brühwasser zu entnehmen. Jetzt sollte der Aufguß einmal kräftig umgerührt werden. Die Zugabe von Milch oder Zucker sollte auch erst nach dem Umrühren stattfinden, damit erstmal ein unkonterminierter Aufguß entstehen kann.

Der erste Schluck
Der erste Eindruck ist absolut athemberaubend. Eine kräftige, aber doch milde Note umspielt meinen Gaumen. Leicht rauchig, waldig, animalisch. Sofort ist eine angenehme Wärme zu spüren. Die kräftige Note wird nach und nach von einem leichten Zitrus-Geschmack verdrängt, und vermischt sich mit dieser zu einer wahren Synfonie Geschmäckern. Ich schließe meine Augen, und sofort kommen mir Bilder von grünen Frühlingswiesen in den Gedanken, auf der kleine weise Blümchen wie die Sterne am Himmel leuchten. Einige bunte Schmetterlinge fliegen umher, während lachende Kinder hinter ihnen her laufen. Eine sanfte Briese streichelt mein Haar, und ich hab ein Gefühl als würde mir jedliche Last von der Schultern genommen. Ich lasse den ersten Schluck langsam meinen Hals hinuntergleiten. Beim Schlucken beweist der Tee ein leicht kremiges verhalten; erscheint noch mehr von sich geben zu wollen, und so verbleit ein würzig-süßer Geschmack im Hals, welcher mir noch für ein paar Minuten die Möglichkeit gibt an den schönen gedanken festzuhalten.

Epilog
Der zweite und dritte Schluck bringen ein ähnliches Ergebniss, welches mich dazu bringt ein wenig die Zeit zu vergessen. Die bringt den Erfolg mit sich dass ich zwar sehr entspannt bin, diese Entspannung aber mit den Worten "Hier, eine Abmahnung!", und einem Blick in das verzerrte Gesicht meines Chefs, leider ein schnelles Ende...

Der Tee ist aber wärmstens zu empfehlen.

Bild: Stephanie Asher (Bildlizenz)

Kaltes klares Wasser. (Tasting One)

Kalt. Klar. Lecker. ...Sauber.
Still und klar. gleitende Harmonie schwallenden Luftzugs. Bernstein in der empfindsamen Brandung feinster Sände gewaschen, chemisch geschärft zur Perfektion. Diamantartiges Funkeln glitzernd-extraterrestrischer Aura. Eiskalte benetzung unterspült hydrophile, geschulte Rezeptoren. Sphärischer abgang intensiver Neutralität erregt Gedanken um Raum, Zeit und Spezieller Relativitätstheorie.





Bild: jamnrye28 (Bildlizenz)

Donnerstag, 10. Januar 2008

Dunkelgrünerkochendheisser!! Jasmintee (ganzes blatt, second flush, tasting one)



Leicht mazig-sahniger Auftakt. Südländisch süße Orange im bauchigem Glas. Zarter Wind der die Gräser streift... dabei atomare spuren aromastischer Kohlenwasserstoffe austreibt. Ein hauch von salzigem Sediment ferner Küste. Aus der Ferne gelangen Reflektionen des tiefen Blaus an die Netzhautrezeptoren. Abendstimmung an schwelendem Eichenholz alter Bestände. Die Vögel besingen "downtriggered" die Dämmerung minderhecktisch dem Tagesgeschäft. Das Ende der Kompositioin setzt ein galant puffernder Geigenstrich auf rötlich-antikem Rosshaar.

Verkostung eines Earl Grey

Foto von trekkyandy (Bildlizenz)
Schwarzer Tee ist in seiner geschmacklichen Vielfältigkeit ein wahrer Genuss für die Sinne. Insbesondere Earl Grey mit einem milden Orangen-Aroma hat es schon so manchen Verkoster angetan. Er ist fast so beliebt wie tiefschwarzer Kaffee.

Im First Flush hat dieser Earl Grey ein herbes Aroma. Er überrascht durch seinen vielfältigen Geschmack. Ein Meisterwerk aus Geschmäckern, welches sich im gesamten Mundbereich ausbreitet. Er deckt im Moment des Geschmackshöhepunktes das gesamte Geschmacksspektrum ab. Eine wahre Explosion der Freude und Geschmacksliebe.

Im Second Flush schmeckt der Earl Grey ganz anders als im First Flush, er ist cremiger, weniger herb und entfaltet eine andere Bandbreite an Geschmäckern. Er ist sehr viel sanfter im Abgang und lässt einige vergangene Sommerabende am Meere wieder aufleben, voll von Sonne und Freude.

Guter Earl Grey aus feinstem Wasser schmeckt am besten, denn bei Earl Grey gilt, wie bei allen Teesorten: Jeder Tropfen Wasser trägt zum Geschmack des Tees bei. Nur mit dem besten Wasser sollte Tee gekocht werden und es gibt viele, die davon überzeugt sind, dass alles andere als Verbrechen an der Tee-Kultur anzusehen ist.

Ein Vergleich zu anderen Teesorten ist schwer zu ziehen, da der Earl Grey in seiner einzigartigen Geschmackskonsistenz die Fluktuationen der Geschmackssymplexion anders abdeckt als beispielsweise grüner Tee.

Tee ist Kultur. Danke an alle Großmeister der Verkostung das sie dieses Meisterwerk für die Sinne geschaffen haben. Anders als Wurst ...